Das zweite VDK Symposium

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir schon jetzt auf unser zweites Symposium des VDK (Verband-Deutscher-Kraftfahreignungsberater e.V.) unter Mitwirkung der DGVM (Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V.) aufmerksam machen und Sie dazu recht herzlich einladen.

Unser erstes VDK-Symposium im letzten Jahr hat bestätigt, wie wichtig es ist, bei der Beratung und Begutachtung von Betroffenen, deren Kraftfahreignung in Frage steht, interdisziplinäre Gesichtspunkte zu kennen und zu berücksichtigen. Vor einer Begutachtung kommt es vielfach zunächst darauf an, notwendige formale, zeitliche und analytische Voraussetzungen zu schaffen, die nach der Fahrerlaubnisverordnung, den Begutachtungsleitlinien und Beurteilungskriterien und nach Erlassen erfüllt sein müssen. Diese Voraussetzungen muss jeder Berater im Detail kennen und beachten. Dabei handelt es sich um erlern- und prüfbares Faktenwissen, das durch regelmäßige Fortbildung aktuell gehalten werden muss. Daneben und in einem Teil der Fälle hauptsächlich kann es auf Interventionen ankommen, deren Indikationsstellung und ggf. Durchführung z.B. psychologischer, ärztlicher oder pädagogischer Kompetenz bedarf. Solchen Interventionsbedarf zu erkennen, die eigenen Kompetenzgrenzen zur Indikationsstellung und Durchführung kritisch zu beachten und erforderlichenfalls Spezialisten zu beauftragen, gehört ebenso in den Pflichtenkatalog eines guten Beraters – sei er z.B. Psychologe, Arzt, Verkehrspädagoge, Sozialarbeiter oder Jurist. Damit diese und andere Eigenschaften eines guten Kraftfahreignungsberaters gelehrt und fortentwickelt werden können, sind wir dabei, unter Mitwirkung wissenschaftlich qualifizierter Kenner der genannten Disziplinen ein Curriculum zu erarbeiten, das als Basis künftiger Weiterbildungen und zum Kraftfahreignungsberater und für Fortbildungen anerkannt werden soll. Auf dem Symposium wird der dann erreichte Stand des Curriculums vorgetragen und zur Diskussion gestellt werden.

Der zweite Schwerpunkt des Symposiums, die von Experten moderierte Besprechung von Kasuistiken, setzte Ihre Mitarbeit voraus:

Wir bitten um Berichte über Fallbeispiele, die sie beglückt, überrascht oder empört haben, weil z.B. formale Hürden, Beratungserfolg oder Gutachtenergebnis den jeweils eigenen „Vorurteilen“ widersprach. Senden Sie uns bitte rechtzeitig vor dem Symposium spätestens bis zum 1. September 2016 hinreichend detaillierte, den Tatsachen entsprechende Fallschilderungen in anonymisierter Form. Wir wollen daran die Eignung rechtlicher, verwaltungstechnischer, analytischer, psychologischer ärztlicher und anderer Regelungen für die Kraftfahreignungs – Beratung und – Begutachtung, aber auch die Wirksamkeit der Beratung und die Verlässlichkeit der Gutachtenaussagen vor dem Hintergrund von Rechtsgleichheit, Rechtssicherheit und Störanfälligkeit diskutieren.

Flyer